Lass uns immer aufbrechen und nie ankommen (2011)

Ein Theaterstück wie ein Puzzle: In der Mitte ein Mensch, der ein Lexikon des Planeten schreibt – nur um sich selbst und seine Ideen zu Papier zu bringen. Corsin Gaudenz und sein Team widmen sich dem Werk eines chaotischen Vielschreibers, der immer wieder neue Zugänge zur Welt entdeckte und lassen seine Texte lebendig werden. Diese sind einmal poetisch, einmal wissenschaftlich, immer getrieben von kindlicher Neugier und der Begeisterung an der Entdeckung. Das Publikum begibt sich mit auf diese Inventarisierungsreise und einen Theaterabend, der das Aufschreiben der Dinge erzählt und erlebbar macht. Ein vielschichter Abend, voller Unordnung, Umordnung und ständigem Neubeginn.

Die Bühne wird zur Gedankenfabrik und setzt mit Musik, Performance und Klanginstallationen aus Papierbergen eine Welt zusammen. Und eine Waschmaschine. Ein Theaterstück von Aas bis Zylinder: alphabetisch, euphorisch und provisorisch.

Aufführungen: 20. – 28. Oktober 2011 im Fabriktheater Rote Fabrik Zürich, 4. – 5. November 2011 im Qbus Uster

KONZEPT UND REGIE: Corsin Gaudenz ǀ BÜHNEN- UND KOSTÜMBILD: Frieda Schneider ǀ MUSIK UND INSTALLATIONEN: Klaas Hübner ǀ SPIEL: Evelyne Gugolz, Gerrit Frers, Alexander Schröder ǀ DRAMATURGIE: Jan Rothenberger ǀ PRODUKTION: Corsin Gaudenz ǀ KOPRODUKTION: Fabriktheater, Rote Fabrik Zürich. ǀ ERMÖGLICHT DURCH: Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Kanton Zürich, Stadt Uster, Ernst Göhner Stiftung, Fondation Nestlé pour l‘art, Dr. Adolf Streuli Stiftung

Pressestimmen

PS; Thierry Frochaux
Die Bühne, wiegleich das Stück sind ein Sysiphoskreislauf. (…) Das ist gleichsam sinnvoll im Ablauf und komplett sinnfrei in der eigentlichen Bedeutung – ähnlich wie das Noten- und Buchstabenwerk des kauzischen Künstlers. (…) Die Kombination von skurrilem Inhalt und entsprechender Form macht regelrecht neugierig auf mehr.

Tagesanzeiger; Andreas Tobler
In dieser werktäglichen Atmosphäre (…) präsentieren die drei Schauspieler einzelne Texte aus dem enzyklopädischen Megaprojekt. Das ist konsequent. (…) Und dann ist da auch noch Klaas Hübner, der eine richtige Waschmaschine zerlegt, die er dann während der (Text)-Arbeit seiner Bühnenkollegen zu einer schleudernden, vibrierenden, wasserpumpenden Musikmaschine umbaut. (…) Corsin Gaudenz [ist] eine interessante Regiearbeit gelungen, mit der er Potential beweist.

Zürcher Oberländer; Jerome Stern
Eine Choreographie in Trance. (…) Die Zuschauer sind zugleich ratlos und begeistert.